Kanufahren in Schweden – Interessante Locations und Regeln

Kanufahren in Schweden kann bei den vielen Gelegenheiten und der großen Seelandschaft eine attraktive Urlaubsgelegenheit sein. Man ist mit der Natur verbunden und kann einige weitere Möglichkeiten zur Freizeit nutzen, wie Fußball, Angeln oder Abende an Lagerfeuern

Eine Möglichkeit ist die Nutzung der Organisation von Reisen durch die „Viking Republic“, die sich wahrscheinlich an die Tradition der alten Wikinger in Form eines eigenen Staat orientiert. Diese Organisation hat ihren Sitz am Kornsjön See in Schweden, der über 800 km von Deutschland entfernt ist. Man bekommt für einmalig 300 Euro ein Komplettpaket mit allem Drum und und Dran für eine Woche mit einem Boot, einem Zelt und Verpflegung. Es ist eine gesamte Camping-Ausrüstung in einem Naturparadies mit Kanutouren und Wildcamping, um eine höchste Authentizität mit der Natur zu ermöglichen.

Zentral ist auch ein Blockhaus, an dem man sich immer mit neuen Vorräten versorgen kann. Das kann vorteilhaft sein, wenn es Probleme während der Reise und Campingtour gibt oder wenn im Notfall ein Arzt gerufen werden muss oder Sachen zur Versorgung fehlen, ohne Angst und Panik zu bekommen. Wichtig ist ein authentisches Camping in der Natur ohne Luxusgüter (Stichwort: Glamping). Während der Saison und im Sommer werden die Touren angeboten. Es geht um das Genießen einer unberührten Natur, ohne den Alltag zu sehr wieder in Anspruch zu nehmen.

Für Fußballer gibt es ein Camp mit einem Ferienhaus als Unterkunft für längere Aufenthalte. Man darf auch Angeln gehen, wofür man aber einen Angelschein ab einem Alter von 16 Jahren braucht. Für die Wanderer gibt es keine abgesteckten Routen, die langweilig werden können oder überfüllte Camping-Plätze. Als Kompromiss zum Alltag werden die Bauarbeiten der „Viking Republic“ komplett per Hand selbst durchgeführt und das Holz für die Häuser aufbereitet. Ziel ist, dass der Tourismus nicht uneingeschränkt Überhand gewinnt. Viele Menschen wollen diese ständige Erreichbarkeit im Alltag nicht mehr und man möchte sich mehr auf das Wesentliche beschränken, ohne auf das Lebenswichtige zu verzichten (Unterkunft, Essen und so weiter), sodass es eine Form des gesunden Minimalismus ist, um die Umwelt zu schonen und auf Selbstverständlichkeiten aus der Zivilisation zu verzichten, die man eigentlich gar nicht braucht (Computer, Smartphone und anderes). Es gibt Gärten und eigene Hühnerställe. Ziel ist die Errichtung eines autarken Dorfes im Sinne einer „Viking Republic“.

Eine weitere Möglichkeit ist der Besuch und die Reise des Värmlands. Erlebe mit unseren Kanutouren die Natur Schwedens. Dieses liegt im Südwesten Schwedens zwischen dem See Värnen und der Grenze zu Norwegen. Im Glaskogen gibt es über 10000 Seen mit einer umfassenden Flora und Fauna, die man mit dem Kanu erkunden kann. Ein weiterer großer See zum Erkunden ist der Glafsfjorden, der als Fjord schon an Norwegen erinnert. Oder man besucht den Oevra Gla im Glasklogen oder den Hafen von Borgvik am Vaenern. Man kann viele Tiere entdecken und die Ruhe und Stille in Schweden genießen und weitere, endlose Wälder, einsame Inseln, Felsen und Sandstrände. Eine Kanuvermietung kann auf individuelle Wünsche eingehen. Wichtig ist auch die Einhaltung der Corona-Regeln, dass man im Lager die Abstands- und Hygieneregeln einhält oder überhaupt mit einem negativen Corona-Test in Schweden einreist. Eine Einreise ist dann ohne Probleme möglich. Man kann sein Auto auf einem Parkplatz abstellen und es gibt Hilfe bei der Reiseplanung. WLAN, Toilette.

Oder man besucht die Seen im Dalsland, wo sich auf über 250 Kilometer unzählige Seen aneinander reihen. Weitere Orte in diesem Bereich sind das Nössemark und der Ort Rörviken, wo es gute Lagerplätze und vorgelagerte Inselplätze gibt. Tipp: die Unterwasserkamera nicht vergessen.

Trotz dieser vielen autarken Möglichkeiten lebt man immer noch in einem legalen System mit Regeln und Vorschriften in den Naturschutzgebieten Schwedens:

In Schweden gilt das Jedermannsrecht. Man darf wildcampen, solange ein Verhaltenscodex des guten Umgangs mit der Natur eingehalten und ihr kein Schaden zugefügt wird. Man kann sich seinen Lager- und Campingplatz selbst aussuchen, solange man auch die Rechte der Privathäuser einhält und sie zum Beispiel nicht durch zu hohe Lautstärken von Musik und Geräten zu stören.

Es gibt in Schweden durch die vielen Seen und kleineren Landmassen viele Inseln, zu denen man rudern und dort sein Lager aufstellen kann. Viele Orte und Inseln sind unbewohnt, aber hin und wieder wurden kleine Holzhäuser aufgerichtet, um dennoch einen kleinen Unterschlupf zum Beispiel bei schlechten Wetter- und Witterungsbedingungen zu haben. Diese sind oft mit den nötigsten Dingen ausgestattet, wie ein Ofen, Tische, Betten, um sich wohl zu fühlen.

Dennoch sind Lagerfeuer nur an Feuerstellen und bei geeignetem Wetter erlaubt. Gleichzeitig ist die Erlaubnis zum Feuer machen auch von der Waldbrandgefahr im Sommer abhängig. An trockenen und heißen Tagen oder über einen längeren Zeitraum hinweg kann das Feuer machen verboten sein. Manche Unterstände haben Holz gelagert und man darf nur kleines und loses Holz sammeln. Das ist auch im Sinne des Respekts vor der Natur, dass man keine Äste abbrechen darf oder kein umgestürzten Bäume als Brennholz zu verwenden.

Das Jedermannsrecht gilt auch für „öffentliche Toiletten“, weil es keine Gebäude in dem Sinne in der Natur Schwedens gibt. Man soll sich dann einfach eine Schaufel nehmen und die Sache in einem selbst gebuddelten Loch vergraben, um sich seine eigene Toilette zu bauen. Einzige Voraussetzung ist ein gewisser Abstand zum öffentlichen Lager oder dem Fluss.

In erster Linie dient das Kanu als Transportmittel, weil nicht alle Landmassen auf den Seen über feste Landbrücken verbunden sind. Für den Transport zu einem anderen See gibt es die Möglichkeit, einen Bootswagen zu mieten. Dieser Bootswagen ist zum Schieben des gesamten Wagens mit Boot gedacht, das man vorher auf diesem fest verbindet. Im schwierigen Geländer muss man manchmal das Kanu dennoch tragen, was ein weiterer Grund dafür sein kann, eine Camping-Reise nicht alleine zu unternehmen. Wenn man auf dem Boot fährt, ist eine Schwimmweste Pflicht.

Trinkwasser bekommt man direkt aus den Seen und Gewässern. Stehende Gewässer sind aber gefährlich, weil das Wasser verunreinigt sein kann. Ein Fluss dagegen kann die Schadstoffe wegspülen oder es besteht die Möglichkeit, das stehende Wasser vor dem Trinken abzukochen oder es in einen Filter zu geben. Einen Teil Wasser kann man auch in das eigene Camping-Paket mitnehmen oder zum Beispiel mit dem Wasser aus dem See oder Fluss mischen, um es in der Qualität zu steigern.